Freie Plätze: 99

Veranstaltungsdaten

Veranstaltung beginnt am:
17.01.2020 19:00
Vortrag: Im Fragmentarium

Die Entzifferung anktiker Tontafeln mit Hilfe von Algorithmen

Manchmal entscheidet ein einziges Zeichen darüber, ob die Arbeit stockt. Der Altorientalist Enrique Jiménez arbeitet daran, die Anfänge der Weltliteratur zu rekonstruieren. In Mesopotamien entstanden einst die ersten Hochkulturen der Menschheit. Etwa ab 2500 Jahre vor Christus entwickelte sich eine reiche literarische Tradition, die zweisprachig war: Texte wurden in sumerisch und akkadisch in Keilschrift auf Tontafeln geschrieben. Das Problem für Wissenschaftler wie Jiménez: Die Texte sind lediglich in Fragmenten überliefert, manche nur wenige Zentimeter groß. Er setzt dabei auf künstliche Intelligenz, Ein Computer kann alle Lesarten gleichzeitig in Betracht ziehen und neue Fragmente automatisch mit bereits erfassten Texten abgleichen.“
In seiner Forschung konzentriert sich Jiménez auf literarische Texte, die im ersten Jahrtausend vor Christus im Gebiet des heutigen Irak zirkulierten – «eine Zeit, in der die akkadische Literatur eine Blüte erlebte» – und auf Texte, die eine poetische Struktur haben. Im Rahmen seines Projekts wird Jiménez einen Textkorpus von etwa 10.000 Zeilen bearbeiten.

Diese Veranstaltung wird öffentlich angeboten. Gäste sind herzlich willkommen!

Preise: Mitglieder 10,00 Euro; Gäste 15,00 Euro (Erw.); Jugendliche 5,00 Euro.

Gast € 15.00
Mitglied € 10.00
Jugendlicher € 5.00
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